Die Saite

Dirk Jungbluth - Gitarrenbau seit 1988

Vorrätige Gitarren

Die „Eisenharte“ - T-style aus Pau Ferro

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Eine Tele zum Hingucken und verlieben ...mit Features, die es so nur aus der Boutique gibt.

2014 habe ich ein altes Brett Santos Palisander (Pau Ferro; Eisenholz, hat bot. nix mit Palisander zu tun) erstanden. 25mm stark und nur 47 cm lang, also zu kurz, um es für den Boden einer akus.Gitarre aufzutrennen. Im Lager war auch noch ein Brett Sapeli- auch zu kurz und mit 40 mm für eine normale Solidbody ( außer SG) zu dünn. Sapeli ist auch noch schwer..schwerer als Swietenia Mahagoni. Aber was wäre, wenn man das Sapeli ausfräsen würde und aus dem Santos eine schicke Decke zum Aufleimen macht?
Also eine Hohlkammern-Tele mit einer 7 mm Decke mit herrlicher Maserung. Die Pau Ferro-Decke braucht aber noch einen „Gegenspieler“. Zuerst habe ich einen Maple-Neck, dann einen Rosewood-Neck an den Korpus gehalten, aber beide waren irgendwie nicht das Passende. Immer störte die helle Kopfplatte die Optik. Warum also nicht Ton-in-Ton arbeiten? Ein Holzlieferant hatte noch 30mm Santos aus alten Beständen und so hab ich den ganzen Hals aus Pau Ferro gemacht. Pau Ferro Griffbrett und als optische Grenze zwischen Halsmaterial und Griffbrett noch drei Streifen Furnier (Ahorn/Santos/Ahorn dazwischen geleimt. Sieht dann von der Seite aus, als hätte das Griffbrett ein Binding.
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Dann hieß es sich Gedanken um Pickup und Hardware zu machen. Einfach telemäßig wollte ich nicht. Schließlich versprach die Holzauswahl einen knallharten Bass und Sustain bis der Arzt kommt.
Erst dachte ich an zwei P90, aber auch an Tele Singlecoil am Steg und Humbucker am Hals.
Aber die Wahl fiel schlussendlich auf einen Big Mag von Häussel, der einen P90-Sound hat und einen P-Rail von Seymour Duncan . Im P-Rail vereinen sich ein P90 und eine Klingenspule zu einem Humbucker. Durch einen Trisound-Schalter ist er in Humbucker, P90 oder beide Spulen parallel schalten(klingt wie Singlecoil ohne Humbucking zu verlieren.

Dann ergab sich ein weiteres Problem mit den Potis: Der BigMag als Singlecoil erwartet 250k Ohm und der P-Rail als Humbucker 500kOhm....die Controlplate der Tele bietet aber nur zwei Standardbohrungen für Potis. Ein drittes für Tone kam nicht in Frage, weil zwischen die Potis der Trisound Platz finden sollte. Wie wäre es denn einfach das Tonpoti wegzulassen???

Beide verbauten Pickups erzeugen keine unangenehmen Höhen, die es zu zähmen gilt und für den Jazzer, der gerne Mal Höhen raus nimmt, ist diese Tele auch nicht das rechte Instrument, also: 2 Volumen Potis, 3-weg Schalter und einen Trisound für den Hals-PU.
Jetzt war noch die Frage der Hardware zuklären. Normale Tele-Bridge kam nicht in Frage...weder in Gold, Chrom oder Schwarz. Ebenfalls wollte ich eine direkte Schwingungsübertragung vom harten Palisanderhals an den Korpus. Bei Schaller wurde ich dann fündig: Der Hanes-Steg,...Reiter aus hartem Graphit und Saitenhalterung in einem rückseitig eingefrästen Metallstück. Auf der Schaller-Page sah ich auch eine Montageplatte, die Schaller zur Einführung des Hannes-Steg mal kurz im limitierten Angebot hatte, nämlich eine 1,8mm Karbonplatte mit Gewebestrucktur. Diese Lösung und keine andere sollte es sein.

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Nach mehreren Farbmustern fiel die Wahl dann auf „Ruthenium“, also irgendwas zwischen schwarz-chorm und chrom.

Die Schaller M6 mini sind locking Mechaniken und die Achsen sind gestaggered, d.h. auf der Kopfplatte sind keine Saitenniederhalter nötig.

Nach der Endmontage ging es direkt an den Twin Reverb. Resultat: Saiten anschlagen, Telefonat annehmen, nach 5 Minuten ist der Ton immer noch da. Ein Wahnsinns-Sustain.
Prägnante Bässe, reichlich vorhandene Mitten und eine gute Portion angenehme Höhen.
Durch die Schaltung ergeben sich 7 verschiedene Möglichkeiten!!
Klingt, wie eine Glocke ...und: Sieht auch noch umwerfend aus, die eisenharte Lady!
Specs :

Korpus : Sapeli m. Pau Ferro Top
Hals : Pau Ferro, 10“; 42 Sattel
Mensur : 64,8 cm
Steg : Schaller Hannes, 54 mm
Mechanik : Schaller M6 mini Lock,
Elektrik : 2 CTS ; Trisound, 3-weg Switchcraft
PU´s : HÄUSSEL BigMag u. Seymour Duncan P-Rail
Finish : PUR,hochglänzend
Case : Rechteck-Koffer
Preis : 2.000,- €

Heiße Blonde für alles, was Spaß macht

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S-style mit 3 Klingen-Humbuckern

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Eine Strat in Vintage-Bauweise sollte es dieses Mal nicht werden. Jedenfalls nicht die typische Natur-Strat der 70er Jahre. Ein Modell, was von Fender mit Swamp Ash Body angeboten wurde...meistens mit Maple-Neck, den es nur als Option gab.

Der klassische Body ist hier aus Erle und hat ein sehr körpergerechtes Spät´60 Shaping
bekommen. Also die obere Korpuskante ein wenig kräftiger, als bei den frühen Sixties.
Der Hals hat ein 10“ Radius-Griffbrett mit Medium Jumbo Bünden, wie bei den modernen Strats. 22 Bünde sind heute Standard. Das Profil ist bis zum ca. 6. Bund ein flacher Boat-Neck und wird dann in Richtung Halsende flacher.

Diese Strat wäre ohne ein wenig „Zierrat“ eine recht blasse Erscheinung.ein wenig ! Zu dem honigfarbenen Korpus passte farblich nichts in Chrom. Also war es naheliegend zu Gold als Hardwarefarbe zu wechseln und um die Sache mit dem Spritzgebäck abzurunden sollte es ein Perliod Pickguard sein. Passend dazu auch Perloidkappen auf den goldenen Metall-Potiknöpfen.

Eine Besonderheit ist das Klingen-Set aus dem Hause Seymour D.. Es sind drei Humbucker im Singlecoil-Maß. Die Saiten laufen auch bei Bendings immer über die Klingenmagnete und verlieren nicht an Wiedergabe. Im einzelnen sind es der „Hotrails“ am Steg, der „Coolrails“ am Hals und die „ Vintagerails“in der Mitte.

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Durch 3 Push/Pull Potis lassen sich die PU´s in serie/parallel schalten. Parallel klingen sie wie Einspuler und der 5-fach-Schalter ruft strattypische Sounds ab. Im Serienbetrieb sind es reine Humbucker mit viel mehr Power . Es gibt ein Master-Volumen Poti und zwei Tone Potis. Eines regelt Hals und Mitte, eines den Steg-PU.

So...und jetzt stellt Euch mal den 5-fach-Schalter zugl. 3 push/pull Schaltern vor und geht mal im Kopf die Sounds durch..... viel Spaß beim Entknoten der Hirnwindungen!

Eine eierlegende Wollmichsau unter den Strats !!


Specs :
Korpus : Erle
Hals : Ahorn/Ahorn, 10“; 42,0 Sattel
Mensur : 64,8 cm
Steg : Diego Trem, 54 mm Spacing,
Mechanik : Gotoh , Vintage, staggered
Elektrik : 3 CTS ; 3 Push/Pull, 5-weg Switchcraft
PU´s : Seymour Duncan Rails-Set
Finish : PUR ,hochglänzend
Case : Rechteck-Koffer
Preis : 1.500,- €

….wieder eine „ Sonicblue ´62“

S-style mit HÄUSSEL Classic - Set

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Mein Strat-Geschmack findet eigentlich nur Ende 50er/Anfang der ´60er Jahre seine Highlights.

Es mag hauptsächlich an den Custom Colours liegen, da Sunburst bei Strats nicht so mein Ding ist.
Aber auch an den Rosewood-Griffbrettern und dreilagigen Pickguards. Auch habe ich die Korpus-Kontouren sehr gerne: Die Unterarmauflage geht weit über die Korpusmitte, die „Bierbauchkuhle“ geht runter bis zur Federkammer und die obere Korpuskante ist schön schmal. Hier kann man sehen, daß die Korpen von Hand an den Schleiftrommeln bearbeitet wurden und jeder Arbeiter seinen eigenen „Schleifstil“ hatte. Deshalb baue ich immer wieder mal gerne eine Strat-typische Solidbody, die die Merkmale dieser Periode hat, aber mit den Verbesserungen der Gegenwart.
Diese hier in „ Sonic Blue“ mit „Slabboard“- Rosewood Hals.
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Bald folgt auch eine in „Surfgreen“ und wieder eine in „Fiesta Red“ mit Goldparts(also wie die erste Start von Hank Marvin).

Die hier Angebotene ist ein Strat-Clone mit Erlen- Korpus und einem Ahornhals mit 6mm dickem Grenadill Griffbrett.
Das Shaping ist sehr körpergerecht. Typisch für ´60 bis ´62
Der Korpus ist dünn in Nitro lackiert. Der Hals hat ein 10“ Radius-Griffbrett mit Vintage-
Bünden(2 x 1,1 mm). Er ist aus schönem Riegelahorn mit stehenden Ringen. In Verbindung mit dem dicken, harten Griffbrett steht der Ton ohne Ende.
Das Vibrato ist ein es aus dem Hause Göldo: 54 mm Saitenabstand und Stahlblock. Zum normalen U.S. Vibrato(56mm) gewinnt man für die äußeren E-Saiten je 1mm zur Griffbrettkante...und der kann entscheiden, ob die Saite abrutscht oder nicht.

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Die Pickups sind das Classic-Set aus dem Hause HÄUSSEL ermöglicht einen schönen, klaren Sixties-Ton.

Der Steg -PU trägt eine Baseplate wodurch er nicht schrill in den Höhen klingt.
Durch ein Push/Pull Poti läßt sich der Steg-PU separat schalten. Somit ergeben sich 7
anstatt 5 Sounds .
Eine Strat für den Freund der frühen ´60ties !

Specs :
Korpus : Erle
Hals : Riegel-Ahorn, Quarter sawn/Grenadill, 10“;
Sattel : Knochen, 42 mm
Mensur : 64,8 cm
Steg : Diego Deluxe Vib. 54 mm Spacing, Stahlblock
Mechanik : Schaller M6 mini Lock
Elektrik : CTS ; 1x Push/Pull, ´60 shieldplate u. pickguard, 5-weg Switchcraft
PU´s : HÄUSSEL Classic-Set, Baseplate
Finish : Korpus: Nitro, Hals : PU , hochglänzend
Case : Rechteck-Koffer
Preis : 1.500,- €
Walnüsse mit Gold
Walnüsse mit Blattgold

Ein Schritt zurück in die frühen `80er, als die Walnut Strat als „ Top of the Line“ gehandelt wurde. Ich habe dieses Thema mit der wunderschönen Strat aus amerikanischem Walnuss aufgegriffen. Der einteilige Korpus und der Hals sind aus diesem Holz. Die Hardware ist goldfarbig und als Sahnehäubchen : Die Pole
des HÄUSSEL BLUES SETS sind BLATTVERGOLDET ! Ein Strat-Ton , der seines
gleichen sucht.

Technische Daten:
Korpus: einteilig am. Nuss
Hals: einteilig mit Cocobolo Griffbrett
Mechanik: Schaller M6 mini, goldf.
Steg: Gotoh Vintage Vibrato ; goldf.
Pu´s: HÄUSSEL Blues Set m. Baseplate (Steg-PU)
Elektrik: CTS Potis; Push/Pull f. Steg on/off
Case: Rechteck , schwarz
Preis: 1.500,- €
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Das „Blaue Wunder“, T-style mit ´70 Dimarzio´s

Eine Tele zum Rocken und dazu super leicht. Grundlegend ist die klassische T-style Solidbody, aber aus Limba mit einer 7 mm dicken Quilted Maple Top. Ein Maple Neck in AAA-flamed Maple mit Abalone Einlagen rundet die edle Optik ab.

Eine Besonderheit sind die Humbucker aus dem Hause HÄUSSEL. Am Steg ein Tozz HB (13,68 kOhm) und am Hals ein ´59 ( 7,85 kOhm). Durch Push/Pull Poti lassen sich die PU´s splitten, sowie der Steg serie/parallel schalten. Ein Klick und der Rockhimmel tut sich auf.

Die Holzkombination lassen die Tele auch bei High-Gain Ausflügen immer transparent klingen.

Specs:
Korpus: Limba m. 7 mm Ahorn Top
Hals: Riegelahorn, Boat Neck
Mensur: 64,8 cm
Steg: Gotoh Hardtail, chrom
Mechanik: Gotoh Lockhead
Elektrik: CTS ; Push/Pull 3-weg Toggle
PU´s: HÄUSSEL Tozz und´59 in Holzrahmen aus Riegelahorn
Finish: PUR hochglänzend
Case: Rechteck-Koffer
Preis: 1.700,- €
Zebrastreifen
Zebrastreifen im Tele-style

Klassische Tele mit der Härte einer Zebrano-Decke. Der Ton ist mit viel Twang
aber, Dank des Broadcaster Sets, nie schrill. Der Hals ist schmal gehalten und mit seinen Medium-Jumbo Bünden modern abgestimmt. Absoluter „ Player“ mit Edeloptik!

Technische Daten:
Korpus: Erle m. Zebrano-Top
Hals: Ahorn m. Palisander
Mechanik: Schaller M6 mini
Steg: Gotoh Tele Vintage
PU´s: Seymour Duncan, Broadcaster Set
Elektrik: 4-fach Schalter, CTS, Potis
Lack: PUR hochglänzend
Case: Rechteck, schwarz
Preis: 1.350 ,-€
  
djcut
DJ-Doublecut……das leichte Brett für schwere Jungs!

Die pure Umsetzung des Thema „Rockgitarre“ auf formschöne Art.
Die DJ-Doublecut ist im Stil der L.P. special dc gehalten. Sie bietet aber alle
Vorzüge dieses Solidbody-Meilensteins bei einem überraschend geringen Gewicht.

Korpus und Hals sind aus ausgesuchtem, leichtem Limba. Gepaart mit einem Griffbrett
aus Zwetschge und der ABM 3021 Wraparound, bilden sie die Basis für einen offenen
Ton.

Die zwei HotP-90 aus dem Hause Häussel sind der Garant für Crunch und Zerre ohne
je undifferenziert zu klingen. Steg - und Hals-PU sind reversed gewickelt, so das in
der Mittelstellung nichts brummt.
Ein Push-/Pull-Poti schaltet zwischen parallel/serie und bietet so einen 4. , fetten Sound!

Daten:
Korpus/Hals: Limba
Griffbrett: Zwetschge
Mechaniken: Schaller; chrom
Steg: ABM-3021; chrom
Sattel: Knochen
Bunddraht: Medium Jumbo
Endpins: Straplocks
Pickups: Häussel HotP90-Set
Elektrik: CTS-Potis, Switchcraft Toggle; 1x Push/pull
Finish: crème blond ; PUR-hochglänzend
Koffer: Hiscox
Preis: 1.999, -€
lesPaul
Viermal Tigerstreifen nach Maß

In 2014 werden in meiner Werkstatt 4 E-Gitarren im Stil der Les Paul entstehen.

Der Hersteller mit dem großen G..... hat dieses Thema in den letzten Jahren reichlich mit zig Reissues-Modellen behandelt und verwurstet. Da wurde in den alten Produktionsunterlagen geforscht, alte Instrumente vermessen, geröntgt, die alten Zulieferer aus ihren Gräbern geholt, um als Zombie noch mal die original Anilinbeize anzurühren ......
Herrlich, dieses Fachsimpel-Getue von außen zu beobachten. Das große G... kopiert sich
selbst und jede Reissue soll genauer, originaler, näher am Original sein als die Letzte. Also waren alle Vorgänger-Reissues (teilw. für lächerliche 7.000, -€ und mehr) alle keine guten Reissues, oder wie jetzt?
Welche Parameter machen denn die gesuchten „Bursts“ von ´58 bis´60 aus ? Der Sound? Ich stelle die Behauptung auf, dass 99,9% der Burst-Anbeter den Klang der ´59 gebauten Les Paul Standard noch nie selbst solch einem Instrument entlockt haben. Also, sich mit so einer Gitarre vor einen Vox, Marschall oder ähnl. gesetzt haben und von clean bis guter, warmer Röhrenverzerrung das Ding studiert haben. Ich habe es jedenfalls noch nicht geschafft!

Ein Les Paul Standard Modell sollte aus „tragbarem“ Korpusholz sein, so unterhalb 4 kg. Das Swietenia macrophylla, dem großblättrigen Mahagoni, welches damals verarbeitet wurde, ist heute so gut, wie nicht mehr im Handel. Hätte mein Händler leichtes, mittelamerik. Mahagoni anbieten können, würde es über 6.000-8.000, -€/m³ kosten. Manchmal bekommt man leichtes Khaya, eine afrik. Mahagoni ähnl. Holzart.

Ich habe mich für Cedro entschieden. Dieses Holz wurde auch von Gibson zu Zeiten verwendet, als mal Honduras Mahagoni knapp war. Spanische Gitarrenbauer haben dieses Holz schon zu Zeiten Torres´ für die Hälse benutzt. Ich habe schönes Material bei meinem Holzhändler gefunden, welches nachweislich vor 1996 dort gelagert war. Im Sommer 2013 habe ich es eingeschnitten, ausgehobelt und wenn nötig auf Breite verleimt. Wenn der Rohling breit genug blieb der Korpus einteilig. Da, wo ich verbreitert habe, liegt die Leimfuge so in der Maserung, dass sie nicht auffällt. Cedro
hat fast gleiche Klangeigenschaften wie Swietenia und ist verwindungssteif. Außerdem ist es so leicht, wie das Cuba- und Honduras-Mahagoni, welches früher für die Paula verwendet wurde. Man kann also auf Gitarren unter 4 kg hoffen.
Das gleiche Material wie für den Korpus, kommt auch für den Hals zum Einsatz, plus einem Palisandergriffbrett mit Binding für Optik und Spielkomfort der Greifhand.
Besonderheit: Es besteht die Möglichkeit, dass der Kunde an seinem gewünschten Halsprofil aktiv mitarbeiten kann!
....und dann kommen wir zum „Spritzgebäck“ : Der Ahornaufleimer!
Dem „Les Paul-Ton ist es vollkommen egal, ob es eine Top-10 oder eine schlichte, glatte Maserung ist. Selbst, ob es ein gefladertes Seitenbrett oder eines mit stehenden Ringen ist: dem Ton ist das so ziemlich egal!
Aber ich wette mit Euch : Da wird wieder einmal mit den Augen gehört und sonst gar nichts. Schaut man sich die Messkurven aus renommierten physikl. Laboren an, die Les Paul Korpen mit Riegelahorn gegen schlichte Decken getestet haben, sieht man keine
wesentlichen Unterschiede. Und diese Unterschiede können auch noch bei den Testreihen von den verschiedenen Dichten oder der Ahornart abhängen. Oder von der Qualität der Leimfuge, oder, oder .... !Vom Faserverlauf her betrachtet, müsste die gerader verlaufende Faser des schlichten Ahorns eine Resonanz besser leiten, als der wellige, kurzfaserige Riegelahorn.
Aber was wäre eine L.P. aus den begehrten Jahrgängen OHNE Tigerstreifen ? Die Amis sind ganz verrückt nach wilder Ahornmaser,... die Formel scheint zu lauten : Je mehr quilted maple (Wölkchenahorn), desto mehr Sound!
Ich habe vier Celloböden, die aus den ´70ern stammen. Die Rohlinge hatten Wuchsfehler oder Farbfehler an Stellen, die sie für den Cellobau unbrauchbar machten, aber von Maß her für die kleine L.P.-Decke ausreichend sind. Alle sind schön geriegelt und furztrocken.

So, die Sache mit dem Holz ist geklärt.

Die Kopfplatte ist in ihrer Form vom großen G..... geschützt. Also werde ich die Form meiner Akustik auf das Maß verkleinern, welches in seiner Masse der einer Les Paul Kopfplatte entspricht. Die Frontseite bekommt mein Logo und wenn gewünscht, einen Entwurf des Käufers.

Die Kopfplatte wird auf Höhe des 2. Bund angesetzt. Einteilige Hälse sind bruchanfälliger und außerdem Holzverschwendung.
Der Hals-/Korpusübergang wird durch den üblichen langen Zapfen, der bis in die Fräsung des Hals-PU reicht.
Das Griffbrett wird aus Ostinder Palisander oder auf Wunsch auch aus anderen Hartholz. Griffbretteinlagen werden die üblichen Kronen werden. Allerdings nicht aus Perloid, sondern aus echtem Perlmutt oder Abalone. Sonderwünsche sind möglich.
Als Bunddraht kommt 2,5 mm x 1,1mm (BxH) zum Einsatz. Dieser kommt dem alten Gibsondraht recht nahe. Wenn Medium Jumbo gewünscht ist : Auch kein Problem.
Das Griffbrett wird, wie obere Korpusrand mit cremefarbigem Binding eingefasst.

Hardware:
Die alte ABR-1 Tune-o-matic Brücke sollte man für einen guten Nachbau nicht verwenden. Die Böckchen lagen nicht vernünftig in ihren Nuten und der Regelweg für die Oktaveinstellung war auch zu kurz. Die Nashville Brücke, also die 14 mm zu 11mm der ABR war da schon besser. Aber die Verbindung zum Korpus bitte nicht mit diesen kleinen. 4 mm Gewinde-Stängchen! Die Dinger stehen nie gerade und positionieren die Brücke oft nicht symmetrisch zur Mittelachse. Häufig sind sie die Ursache für einen schrägen Saitenverlauf über Griffbrett und PU-Polen verantwortlich. Auch wenn die Fachsimpler mit Halbwissen wieder schreien:
„Über die kleinen Gewindestangen wird die Schwingung der Saite direkt an den Korpus weiter gegeben... !“ Wach werden! Energiesatz!! Wenn von der schwingenden Saite deren Energie gut in den Korpus abgeleitet wird, geht sie als Schwingung für unser geliebtes Sustain verloren! Wichtig sind zwei feste Auflagepunkte der Saite OHNE ein Ableiten der Schwingungsenergie in einen Korpus.
Ich bevorzuge Gewindehülsen, die ich präzise zur Mittelachse bohren kann. Die Gewindebolzen, die dort eingedreht die Brücke tragen, sind meiner Meinung nach die bessere Lösung. Ich werde die 2500er Brücke und das passende Stoptailpiece von ABM verwenden.
Sie ist aus Glockenbronze oder Alu gefräst und hochpräzise verarbeitet. Die Oberfläche ist vernickelt. Nickel ist mir in Verbindung mit Sunburst-Farbtönen lieber, als Chrom. Nickel hat einen ganz leicht gelblichen Touch, der besser mit den Honigtönen der Decke harmoniert.

Als Mechaniken sollen Schaller M6 in Nickel zum Einsatz kommen. Bei denen hat man die Möglichkeit die Flügel auch in Holz zu bekommen. Wer also möchte, dass das Kopfplattenfurnier mit dem Wirbelknopf gleichfarbig sein soll, ist hier gut bedient. Alle anderen passenden Mechaniken, klassische ST oder Grover sind natürlich auch möglich.

Elektrik:
Standardmäßig werden zwei Häussel Vintage ´59 PAF´s als Tonüberträger eingebaut, verdrahtet nach der fifties-wiring Methode. Also, das Poti hinter dem Schalter.
Sonderwünsche in Sachen PU-Bestückung und Schaltung stellen kein Problem dar.

Oberfläche und Farben:
Alle Lackierarbeiten werden mit hochglänzendem PUR-Lack ausgeführt. Die Korpusrückseite und der Hals der Gitarre bleiben im Naturfarbton.
Standardfarbton der Decke soll ein helles Icetea-Burst werden.
Aber da jeder L.P.-Liebhaber seine eigene Vorstellung von der Schattierung der Decke hat, ist die Farbgebung auf Wunsch möglich. (Fotos gibt es im Netz ja genug)

Daten:
Modell: ´59 Les Paul style solidbody
Korpus: Cedro mit gewölbter Riegelahorndecke
Hals: Cedro
Griffbrett: ostind. Palisander
Einlagen: Kronenform aus Perlmutt
Sattel: Knochen
Mechaniken: Schaller M6 , nickel, Palisander-Flügel
Steg/Saitenhalter: ABM 2500 Set, nickel
Pickups: Häussel PAF-Set
Elektrik: 2 x Vol.; 2 x Ton.; 3-fach Toggle
Oberfläche: PUR, hochglänzend
Koffer: Hiscox
Grundpreis: 3.000, - € / 1.000, - € bei Bestellung, Restsumme bei Übergabe.
Anfragen und Bestellungen ab sofort erbeten!